Weitere Mitteilungen über die Entwicklung des Eitingon-Modells

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

im August habe ich Sie über die Entscheiung des vorangegangenen Beirats informiert, "im Prinzip eine Frequenz von 3 bis 5 Sitzungen pro Woche im Rahmen des Eitingon-Modells der IPV zu genehmigen".

 

Ich habe Ihnen mitgeteilt, dass sich aktuell absolut nichts an den gemäß der IPV-Satzung akzeptablen Minimalstandards verändert hat. Ich habe auch versprochen, unsere Arbeit im Geiste der Sensibilität und Transparenz durchzuführen und nach einer Lösung zu suchen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Gegebenheiten Rechnung trägt.

 

Ich schreibe Ihnen nun, um über die Fortschritte zu berichten, die auf der Beiratssitzung, in Costa Rica vom 13. bis 15. Januar erzielt wurden.

 

Nach einigen sehr offenen Gesprächen sind wir zu einer Entscheidung gelangt, die zu meiner Freude vom gesamten Beirat einstimmig angenommen wurde. Im Folgenden die zentralen Aspekte:

  • Die Empfehlungen der Projektgruppe für die Änderung der Satzung und Geschäftsordnung wurden angenommen. 

Das bedeutet, dass jede Zweiggesellschaft, die mit dem Eitingon-Ausbildungsmodell arbeitet und ihr Modell im Einklang mit den neuen Frequenz-Vorschriften ändern möchte, dies eigenständig und allein gemäß ihren eigenen demokratischen Prozessen tun kann.

  • Für die Implementierung eines Prozesses zur Beurteilung der Bewerbung neuer Gruppen um Aufnahme in die IPV wurde ein Zeitrahmen vereinbart.
  • Vorgesehen ist die Gründung einer Projektgruppe für die Implementierung, die dem Beirat bis Januar 2019 ihre Empfehlungen vorlegt. Unser Komittee für Internationale Neue Gruppen (ING) hat dann 12 Monate Zeit, um detaillierte Prozesse auszuarbeiten, die der Beirat im Januar 2020 prüfen wird.

Unter der Voraussetzung, dass der Beirat den Empfehlungen im Januar 2020 zustimmt, ist für die umfängliche Beurteilung und Prüfung neuer Gruppen gemäß diesen neuen Verfahren normalerweise mit 3 bis 5 Jahren zu rechnen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass ING nicht über unbegrenzte Ressourcen verfügt: Wenn sich viele Gruppen bewerben, kann der Prozess womöglich noch länger dauern. Auf einer anschließenden Sitzung des Executive Committee wurde vereinbart, dem Beirat zu empfehlen, dass diese Projektgruppe auch die Prüfung von Äquivalenzverfahren übernehmen und entsprechende Empfehlungen ausarbeiten soll.

 

 

  • Vereinbart wurde die Gründung zweier weiterer Projektgruppen: einer Projektgruppe für Kollegiale Qualitätsbeurteilung (CQA) und einer Projektgruppe für Repräsentation. 

Die Aufgabe der Projektgruppe für Kollegiale Qualitätsbeurteilung wird darin bestehen, “Vorschläge für ein kollegiales System der Qualitätsbeurteilung (für dessen Bezeichnung die Projektgruppe Vorschläge machen soll)” zu erarbeiten. “Diese Vorgehensweise soll es ermöglichen, allen Gesellschaften unter Berücksichtigung sämtlicher Ausbildungsmodelle auch interregional die beste Praxis zu vermitteln. Der Beirat (und die Kandidaten) sollen die Gewissheit haben, dass die Qualitätsstandards erfüllt werden.” Der Beirat war der Überzeugung, dass ein einheitliches System der Qualitätsbeurteilung, das für sämtliche Ausbildungsmodelle und in allen Regionen Anwendung findet, für die IPV unverzichtbar ist.

 

 

Die Aufgabe der Projektgruppe für Repräsentation wird darin bestehen, “Empfehlungen von interessierten Parteien entgegenzunehmen und dem Beirat Empfehlungen bezüglich eines gerechteren Systems der demokratischen Repräsentation vorzulegen. Dabei zu berücksichtigen sind die demographischen Veränderungen in der IPV seit Einführung des aktuell gültigen Systems, die Einschätzung kurzfristiger Entwicklungstrends, die Prüfung der Pläne für eine vierte IPV-Region Asien-Pazifik, die Überprüfung der Balance zwischen Kandidaten, berufstätigen Mitgliedern und Mitgliedern im Ruhestand sowie den Gesellschaften”.

 

 

Diese beiden Projektgruppen werden bis Juni 2018 ihre ersten Zwischenberichte vorlegen, die Abschlussberichte sollen bis Januar 2019 (CQA) bzw. Juli 2019 (Repräsentation) folgen. 

  • Vereinbart wurde, das der Beirat im Januar 2019 über die Gründung einer weiteren neuen Projektgruppe zur Beurteilung der Drei Ausbildungsmodelle entscheiden soll, “die dann zu klären hätte, ob (und wie) weitere Maßstäbe zur Qualitätsbeurteilung implementiert werden sollten und welche anderen Veränderungen ggf. wünschenswert wären”.

Weitere Informationen über die geplanten Aufgabenbereiche und die personelle Besetzung dieser Projektgruppen finden Sie im Anhang.

 
Ich bin überzeugt, dass dieses Ergebnis sowohl jenen Rechnung trägt, die sich einen klaren Plan für Veränderungsmaßnahmen wünschen, als auch denjenigen, die sich vor allem genügend Zeit wünschen, um die Entscheidung umsetzen und für ihre eigenen Gegebenheiten effektiv planen zu können. Dieses Ergebnis stellt auch sicher, dass die Minimalstandards der IPV nach wie vor weltweit erfüllt werden. Dies gilt auch für die
Zukunft.

 

Ich danke insbesondere der Projektgruppe des Beirats und allen Mitgliedern des Beirats der Repräsentanten für ihr Engagement, mit dem sie ein Ergebnis erarbeitet haben, das sowohl die Diversität als auch die gemeinsamen Werte der IPV widerspiegelt.

 

 Mit herzlichen Grüßen

 

Virginia Ungar

IPV-Präsidentin