Preise und Auszeichnungen: GESCHLOSSEN 


Hayman-Preis für Veröffentlichungen über traumatisierte Kinder und Erwachsene

Dieser von Dr. Hayman gestiftete Preis besteht seit 1997. Die Auswirkungen des Holocaust auf erwachsene Überlebende haben auch die Entwicklung von deren Kindern in bedeutsamer Weise beeinflußt. Wenig untersucht sind bisher vor allem die Folgen, an denen jene Menschen zu tragen haben, die selbst als Kinder in einem Konzentrationslager interniert waren, sowie die Auswirkungen auf die Kinder dieser Kinder.

Der Preis, der das Interesse an dem Thema fördern und ein Bewußtsein von der Notwendigkeit weiteren Forschens auf diesem Gebiet schaffen soll, wird dem Autor bzw. den Autoren der besten einschlägigen Arbeit verliehen, die im Laufe der einem internationalen IPV-Kongreß jeweils vorausgehenden zwei Jahre in einem Buch oder einer anerkannten psychoanalytischen oder sonstigen wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht oder zur Veröffentlichung angenommen worden ist. Im Mittelpunkt einer solchen Arbeit sollte die Untersuchung schwerer kindlicher Traumatisierung, ihrer Eigenart und Merkmale sowie ihres Einflusses auf die Entwicklung und psychischen Funktionen sowohl der Betroffenen selbst als auch der aus diesen hervorgegangenen Kindergeneration stehen. Die Arbeit sollte sich vorzugsweise mit der unterworfenen Bevölkerung im Holocaust selbst beschäftigen oder aber die aus Studien zum Holocaust gewonnenen Erkenntnisse auf die Auswirkungen schwerer Traumata auf Kinder, die andernorts unter repressiven Regimes leben, anwenden (beispielsweise auf Kinder, die in Flüchtlingskrisen in verschiedenen Teilen der Welt involviert sind).

Der mit 4.000 US-Dollar dotierte Preis wird dem in Buenos Aires auf dem IPV-Kongreß bekanntzugebenden Preisträger zusammen mit einer Urkunde dortselbst überreicht.

Bewerbungsvoraussetzungen: Bewerben können sich IPV-Mitglieder, IPV-Kandidaten und Nichtmitglieder gleicherweise. Zur Bewerbung gehört der bibliographische Nachweis der den eingereichten Aufsatz enthaltenden Fachzeitschrift oder Buchpublikation sowie eine elektronische (PDF- oder Word-) Fassung des Aufsatzes. Die Bewerbung kann auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch erfolgen. 

Elise-M.-Hayman-Auszeichnung für Arbeiten über den Holocaust und Völkermord

Die Elise-M.-Hayman-Auszeichnung wurde 1989 von Dr. Max Hayman zur Erinnerung an seine Frau Elise ins Leben gerufen. Sie wird alle zwei Jahre für die wichtigste, überzeugendste und beachtlichste Leistung auf dem Gebiet der – sei es historischen, sei es gegenwartsbezogenen – Erforschung von Holocaust und Völkermord vergeben.

Der Preisträger wird auf dem Buenos Aires Kongreß bekanntgegeben, wo er auch das Preisgeld von 4.000 US-Dollar sowie eine Urkunde in Empfang nimmt. Außerdem hält er während der Kongreßwoche den Elise-M.-Hayman-Vortrag, der dem International Journal of Psychoanalysis zur Publikation angeboten wird.

Bewerbungsvoraussetzungen: Bewerben können sich IPV-Mitglieder, IPV-Kandidaten und Nichtmitglieder gleicherweise. Die Bewerbung kann auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch erfolgen. 

The Elizabeth Young-Bruehl Prejudice Award

Purpose: To increase awareness of the need to develop understanding of prejudice of various kinds within psychoanalysis and to honour the work of Dr. Elizabeth Young-Bruehl. Among other books, she wrote “The Anatomy of Prejudice” 1996, which addressed four kinds of prejudice. Her most recent book written just prior to her sudden and untimely death in 2011 was about another kind of prejudice “Childism”.

Award:
 The award will comprise a check for $500 donated by Dr. Christine Dunbar. This award will be given every two years at an IPA Congress. The prize will be awarded for a work (e.g. essay, article or video) which contributes to psychoanalytic understanding of prejudice. Prejudice can be defined as: an unfair and/or unreasonable feeling or dislike for a person or group because of race, sex, gender, sexual orientation, disability, age, religion, etc. Psychoanalytically, prejudice can have both conscious and unconscious meaning and expression.


Nomination and Eligibility: All members of the IPA and candidates will be eligible for this award. The IPA Board might wish to consider others outside the IPA membership (e.g. scholars, academics and related professionals – social workers, psychologists, psychiatrists) - who are interested in and knowledgeable about the relationship between psychoanalysis and prejudice. Submissions will demonstrate the meaning, effects and expression of prejudice through any personal production such as written material, a work of art or video and how this might be integrated into psychoanalytic theory and practice. Those submitting will indicate whether or not he or she intends to attend the Congress. 


Deadline: Determined by the deadline for the submission of proposals for the Congress.


Selection: The winner of the award will be selected by the Prizes and Awards Nominating Committee, who will make its selection using such expert advisors as it deems necessary.


Announcement and Presentation: The award will be made at each IPA congress and presented by Dr. Christine Dunbar or her representative if she is unable to attend a specific Congress.

Auszeichnung Psychoanalytische Ausbildung Heute

Diese Auszeichnung wurde im Jahr 2000 vom IPV-Ausbildungskomitee zum Zwecke der Anerkennung der besten Arbeit über die Erforschung und Entwicklung psychoanalytischer Ausbildungsmodelle geschaffen.

Die Auszeichnung ist nicht dotiert. Der Gewinner erhält eine Urkunde.

Bewerbungsvoraussetzungen: Bewerben können sich IPV-Mitglieder, IPV-Kandidaten und Nichtmitglieder. Die Bewerbung kann auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch erfolgen. 


Auszeichnungen für außergewöhnliche Beiträge zur psychoanalytischen Forschung

Das Forschungskomitee der IPV hat einen offenen, zweijährlich stattfindenden Wettbewerb zur Auszeichnung der vier besten psychoanalytischen Forschungsarbeiten/Poster eingerichtet. Der Wettbewerb ist nicht auf empirische Studien beschränkt, doch wird erwartet, daß die eingereichten Arbeiten den Stand der psychoanalytisch relevanten systematischen Forschung referieren. Bewegen dürfen sie sich auf allen Gebieten, für die die Psychoanalyse fruchtbar gemacht werden kann, seien es Wissenschaftsgeschichte, Rechtswissenschaft, Kunst o.a.

Das Preisgeld beträgt 500 US-Dollar für jede der vier ausgezeichneten Arbeiten bzw. jedes prämierte Poster. Es wird den in Buenos Aires bekanntgegebenen Preisträgern zusammen mit einer Urkunde überreicht.

Bewerbungsvoraussetzungen: Bewerben können sich IPV-Mitglieder, IPV-Kandidaten und Nichtmitglieder. Die Arbeiten/Poster können auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch eingereicht werden. Die für den Prager Kongreß eingesandten Poster werden bei der Auszeichnung des besten Forschungsposters automatisch mitberücksichtigt. 

Erforderliche Angaben/Unterlagen
: Titel der eingereichten Arbeit, Autor(en) und Zweigorganisation; Zusammenfassung (höchstens 500 Wörter); vollständige Arbeit (maximal 10 bis 15 Seiten); Korrespondenzadresse samt E-Mail-Adresse. 

Tyson-Preis

Dieser von Dr. Robert L. Tyson gestiftete Preis wird seit 2005 verliehen, und zwar für die ebenso originelle wie mustergültige klinische Arbeit eines IPV-Kandidaten oder Absolventen eines IPV-Instituts, der seine Ausbildung nach dem jeweils letzten IPV-Kongreß abgeschlossen hat. Eine „klinische Arbeit“ im Sinne dieses Preises besteht in der Beschreibung der Grundzüge einer psychoanalytischen Behandlung. Drei der eingereichten Arbeiten, eine aus jeder Region, gelangen in die Endauswahl. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 500 US-Dollar; je 250 US-Dollar gehen an die beiden Zweitplacierten. Alle drei Finalisten stellen ihre Arbeit auf einer eigens dafür vorgesehenen Veranstaltung vor.


Sacerdoti-Preis

Cesare Sacerdoti, ehemals Inhaber von Karnac Books, hat diesen Preis im Jahre 1987 gestiftet. Mit ihm soll die beste Arbeit eines relativ jungen (d.h. am 25. Juli des jeweiligen Preisverleihungsjahres noch nicht 50 Jahre alten) Autors gewürdigt werden, der erstmals auf einem internationalen Kongreß vorträgt.